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Mittwoch, 29. April 2015

Der Druck steigt


Das ist wirklich erstaunlich - im Mitgliedsstaat Griechenland werden die EU-Bürger einer Finanzexekution unterzogen, die jeden Kredithai erschaudern läßt und in der Ukraine vers(ch)enkt die EU auf Geheiß der USA Geld ohne Ende und ohne eine einzige Reform. Wichtig war den USA da nur, dass die Chinesen in der Ukraine nicht Fuß fassen konnten und die Russen daran gehindert werden konnten, die chaotische, partikularinteressierte Destabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens auch nur ansatzweise zu vereiteln. Genauso wie eigentlich niemand wirklich hinterfragt hat was deutsche und sogar auch österreichische (!) Truppen in Afghanistan genau machen, so wird die strategische Umsetzung der US-Weltmacht-Ziele von den EU-Staaten vollkommen unreflektiert durchgeführt.

Jeder EU-Politiker der die innere Integration der EU nicht als Hauptziel vor "geostrategischen" Aktivitäten vor Augen hat, sollte sofort seinen Posten räumen. Die Menge an EU-Politikern die der EU das Wasser durch diese politische "Zerstreuung" abgraben ist wohl daran Schuld, dass die EU Verdrossenheit langsam aber sicher mehrheitsfähig wird.

Treppenwitz der Geschichte: Wenn die EU gleich die Milliarden-Unterstützung an die Ukraine bei den Assoziationsverhandlungen zugestanden hätte und die Visa-Freiheit für die Ukrainer akzeptiert hätte, dann hätte der Herr Janukowitsch ganz locker das Abkommen unterschrieben. Ohne Mord und Totschlag - die auch nie aufgeklärt wurden. Bei der Machtübernahme des Westens sind jedenfalls mehr Menschen umgekommen als bei der Annektion der Krim. Im Jemen hat der geflohene Präsident jetzt die Saudis und in Wirklichkeit seine Schirmherrn die USA gebeten militärisch einzugreifen. Irgendwie werden die westlichen Stehgreifübungen der Rechtfertigungen immer abstruser. Warum müssen auch immer die Interessen der USA, im Gegensatz zu allen ihren Widersachern in der Welt rechtskonform sein? Wozu der Aufwand im Selbstbetrug? Die größte Militärmaschinerie die es je gegeben hat benötigt man nicht um allgemeine Rechtsstandards durchzusetzen, die benötigt man um Interessen durchzusetzen. Und die sind fast ausschließlich wirtschaftlich motiviert.

Peinlich ist auch vor allem die europäische Linke, die sich hier offenbar voll der Vertretung der neoliberalen Wirtschaftsziele von, letzten Endes, vollkommen entpolitisierten wirtschafts-macht-technokratischen Zirkeln verschrieben hat. Diese Gruppen besitzen Arbeitsplätze auf einem supranationalem Niveau und können damit die politischen Gruppen jeder Couleur vor sich hertreiben. Geld gegen Gesetze, die wiederum die Profite maximieren, die dann wiederum von Steuern erleichtert werden – alles nur, damit Arbeitsplätze „gehalten“ werden können. Konservative politische Gruppen sind spätestens auf europäischer Ebene in blinder Gefolgschaft diesen wirtschaftlichen Konglomeraten und Profiteuren ergeben. Christlich-soziale oder sonstige gemeinschaftszentrierte Ideologien sind schon längst dem Sachzwang Geld=Profit erlegen. Sozialdemokratische Konzepte und Ideologien wiederum sind zwischen dem Scheitern des realen Sozialismus gegen den Kapitalismus und den Schuldverschreibungen im Besitz des „Kapitalmarktes“ (vor ein paar Jahren noch Kapital – und in der Personalisierung „Kapitalist“) aufgespannt und eigentlich alternativlos. Dadurch herrscht eine Idee vor, dass es keinerlei berechtigte Interessen außerhalb von wirtschaftlichen Interessen gibt. Viel mehr noch, Fragen der Identität, der Integrität, des Zusammengehörigkeitsgefühls und einer längerfristigen Daseinsberechtigung werden gegenüber den wirtschaftlichen Interessen abgewertet oder gar vollständig in den Hintergrund gedrängt. Ein derart massives Primat des Geldes und der wirtschaftlichen Interessen über die Grundbedürfnisse von Menschen und ganzer Völker wird sich nicht durch militärische Gewaltanwendung unterdrücken lassen. Jedenfalls nicht langfristig.

DI Mathias Gruböck Baden, 28.04.2015
Unternehmens- und Organisationsberater

Samstag, 18. April 2015

Betreff: Zum Artikel von Herrn Urschütz vom 19.12.2012


Von: MG <m.gruboeck@gmx.at>
Datum: 19.12.12 18:03
An: leserbriefe@diepresse.com

Die Justiz hat schon ein besonderes Gespür für Timing. Da wird die gesamte vorher gekaufte mediale
Macht eingesetzt um die Genossen, die so gerne va banque mit der Bank spielen und es erregend finden 2 x 600 000 000.- Euro angeblich auf eine Karte von angeblich einem Broker mit angeblich unbekannten Gegenspieler (= Geldempfänger) zu setzen, herauszupauken. Da werden ehemalige Richterinnen ungestraft Ärgeres denn als „Kröte“ bezeichnet weil sie die honorigen Herrn zuvor schuldig gesprochen hatte. Keiner war plötzlich dabei – keiner hat was gesehen, keiner hat was getan und alle heißen Hase.
Ob das genau so in den Zielvereinbarungen für deren frühere Millionen-Boni gestanden ist, ist fraglich. Und schuldhaft – welcher Spielsüchtige der Haus und Hof verzockt hat, ist schon schuldig? Weil alle Spieler wollen doch gewinnen – also ist niemand schuldig der fremdes Geld zum Zwecke der Vermehrung verspielt. Wie steht es da mit der Referatsleiterin aus Salzburg? Die wollte sicher auch nicht vorsätzlich 350 000 000.- Euro in irgendeinen fremden Steueroasensand setzen. Warum trat der sympathische Finanzlandesrat Brenner denn zurück? Ist der verrückt? Er wollte sicher nicht vorsätzlich Steuermillionen anzünden.
Schwenk zur dunklen Seite der Staatsrechtssprechung: Der Herr Scheuch wird zu 7 Monaten und 70.000.- Euro verdonnert. Der wollte auch nur Investitionen ins Land locken und eine Provision für die Förderungsleistungen seiner Partei bekommen. Also nach dem Gesetz ist er natürlich schuldig. Er hat eine Million für sich oder seine Partei gefordert. Und er ist von der falschen Partei. Der Herr Faymann hat für sich oder seine Medien-Partei-Freunde auch Millionen gefordert – nein, er hat sie sich einfach genommen. Aber er ist bei der richtigen Partei und sagt auch nicht Kröte zu Richtern sondern zeigt Untersuchungsausschüssen nur spöttisch lächelnd den Stinkefinger. Auf dem Seismographen der Neutralität und Objektivität der Justiz kommt es zu immer heftigeren Ausschlägen. Staatsanwaltschaften als verlängerte Werkbank von parteilichen Spinndoktorspielen mit allen Raffinessen der österreichischen Obrigkeitsbeamtenkultur. Richter – bis hin zu Verfassungsrichtern, die sich offenbar auch gerne durch angesagte Mainstreemmeinungen beeinflussen lassen oder gleich die heisse Kartoffel an den EUGH weiterspielen. Ein Trauerspiel wenn man hinter die selbstgefällige Maske schaut – eine Kultur am Ende ihres Wirkens. 70 Jahre lang hatten Rot und Schwarz alles in der Hand – ALLES! Leider zeigen sich beim Verlieren die wahren Geister so mancher Wir-haben-uns-das-Land-aufgeteilt-Gläubiger.
Das wird jetzt sehr grauslich werden.

Geschrieben am 19.12.2012, soll das Mail als Erinnerung dazu dienen wie hochdynamisch sich die Dinge in Österreich verändern. Strukturreformen und Verwaltungsreformen sind ja nur Dinge die man den Griechen vorwerfen kann unterlassen zu haben. Auch dort haben politische Lobbys immer nur so weitergemacht wie sie es für sich am Besten hielten. Natürlich ist dann, wenn die Rechnung nicht mehr gezahlt werden kann, die Faulheit der Griechen daran Schuld. Wir arbeiten ja alle so brav und hart - ob der eine schon am Dienstag zu Mittag fertig ist oder die anderen offenbar für 20 Nettostunden mit 3 Monaten Zeitausgleich/Urlaub pro Jahr noch eine Erschwerniszulage benötigen und fast 90% Schwarzarbeit vollkommen OK finden. Austeritätspolitik - das klingt fast wie eine Krankheit, wenn man das Geld nicht weiterhin rausblasen will, bevor man es überhaupt hat. Hat schon jemand ausgerechnet wieviele Milliarden Euro die Europäer aktuell und in nachfolgenden Generationen an die "Fonds" oder "Investoren" (früher sagte man auch gerne Profiteure) vom BIP zahlen müssen. 

Ursprünglich war das Konzept der Staatsverschuldung mit generationsübergreifenden Nutzungswerten argumentiert worden. Neuverschuldung für gegenwärtige Transferzahlungen in vollkommen ineffektive Systeme und platzende Blasen ist finanzieller Selbstmord (zumindest unserer Nachfahren - ein Generationenenvertrag gilt hoffentlich in beide Richtungen?) 
Wir liefern uns und unsere Kinder immer mächtiger werdenenden monetären Konglomeraten aus, die die wirkliche Macht auf dieser Welt darstellen. 2008 ist der Kapitalismus zu Grunde gegangen, da die Selbstreinigung des Marktes mit dem Credo "To big to fail" beseitigt wurde. Seit dem geht das Gerangel wer aller "To small to survive" ist. Alle die ihre Schulden (eigentlich sind es ja sogar schon die Zinsen allein) nicht mehr zahlen können, werden gepfändet. Das kann man an Griechenland und noch schöner an Argentinien sehen. Wenn es offenbar Konsens aller ist, dass eine Bank "To big to fail" sein kann, aber ein 11 Millionen-Kulturvolk locker krachen gehen kann, dann ist wohl alles klar. Banken-Bashing war kurz und von gestern - alle haben die Spekulationsverluste der Banken solidarisch aufgefangen - durch primitivste und dümmste Nationalsippenhaftung können speziell diejenigen die bei uns in diversen athrotischen Glashäusern sitzen die Griechen als Gemeinschaft einfach sterben lassen. In der Ukraine verteidigen wir mit ultra Nationalgardisten und rechten Sektor die westlichen Werte wie es die USA gerne in der Ukraine hätten. In Griechenland verteidigen wir Europa derart solidarisch, dass jeder Plünderertrupp gemeinschaftlicher agiert. 

DI Mathias Gruböck

Donnerstag, 19. März 2015

Sanktionen gegen ?


Neues Gesetz zu Sonderstatus der Ostukraine

Der Minsker Friedensprozess geriet zuletzt wegen eines umstrittenen ukrainischen Gesetzes über den Sonderstatus des Konfliktgebiets Donbass ins Stocken. Das Parlament in Kiew hatte die von Separatisten beherrschten Gebiete als „besetzt“ eingestuft.
Beobachter erwarten deshalb, dass das ukrainische Militär die Regionen Lugansk und Donezk nun erst „befreien“ will. Dann sollten laut dem neuen Gesetz zuerst Wahlen abgehalten und zuletzt der Status mit Sonderrechten für den Donbass umgesetzt werden. Die Separatisten und Russland sehen darin einen Verstoß gegen den Friedensplan. (http://orf.at/#/stories/2269723/)
Und die Amis liefern Waffen – und bilden fleißig ihre neugewonnenen Waffenbrüder aus. In Europa, damit wir auch ordentlich sicher sind. Die Weltbank wirft den Ukrainern für ihre „Abschottungspolitik“ gegen alles russische das Geld nach, dass die Griechen vor Neid erblassen. 50 Milliarden Dollar da, unter der Auflage dass man was gegen Korruption macht und weiter die Ostukraine von den Russen befreit. Dass da vorher überwiegend Russen lebten schert keinen. Das ist die Strategie vom guten alten Adolf – neuen Lebensraum im Osten zu erschließen. Offenbar haben die Amis zuwenig CEO Posten zu Hause, so müssen sie jetzt ihre strategischen Speerspitzen in den Osten schicken – eben als naturalisierte Ukrainer. Und die Europäer plappern noch immer die Geschichte vom Expansionismus des Herrn Putin nach. Wie die kleinen Kinder glauben sie jede Gutenachtgeschichte der Amis. Die wollen doch nur „ihr“ Land von den Russen befreien. Da gibt es sogar welche die haben auch einen russischen Pass – stell dir vor? Jeder der in der Ukraine an die 50 Jahre alt ist hat in der Sowjetarmee gedient – ha – die bösen Russen gehören einfach weiter sanktioniert, damit wir für alle ein ordentliches Wirtschaftsminus zusammenbekommen. Also die Euroasier – die Amis spielen weiter ihr Spiel mit ihrem virtuellen Geld die Welt zu kaufen. Zu viel imaginäres Geld und zu wenig Arbeit für alle – das ist eine Mischung aus der nur eines folgt: Krieg. Und klarer Weise findet der Krieg dort statt wo es den Amis am wenigsten weh tut – in Osteuropa, die wollen ja angeblich alle, dass die Amis endlich die Russen aus Europa raustreiben.

Es ist unglaublich wie zwei Dinge den Mainstream-aufgeregten gar nicht auffallen: Mit unseren Religionsgesetzten und Muslim-Terror-Spezialregelungen kommen wir schon wieder sehr nahe an die Rassengesetze von anno dazumal – und, wie kriegsgeil alle auf die Russen eindreschen, als ob es nichts schlaueres gäbe als Russland, neben den arabischen Staaten, dem Iran und der Türkei möglichst so zu verdreschen, dass dort nichts mehr auch nur im Ansatz rechtstaatlich oder gar demokratisch funktioniert. Venezuela ist da ein Superbeispiel – da wollen die Amis auch wieder einmal eine Regierung weghaben, die ihre Ölmultis rausgeworfen haben. Sanktionen. Die Russen unter Putin haben den Gleiche Frevel begangen. Sanktionen. Die Iraner. Ebenso. Sanktionen.

Mich würde einmal interessieren ob in den durch Israel annektierten Gebieten wenigstens eine Volksbefragung durchgeführt wird? Also in der Krim ist das ja vollkommen völkerrechtswidrig und vom Westen nicht anerkannt. Wie wärs mal mit einer Volksbefragung in Ostjerusalem über die Annektion durch Israel – oder im Westjordanland oder am Golan? Kann man natürlich darüber diskutieren ob hier sogenannte „Siedler“ (beim Adolf hießen die Umsiedler) hier wahlberechtigt sind und wenn ja, ob man die Vertriebenen und Flüchtlinge in den angrenzenden Staaten dann auch mitabstimmen lassen müsste. Wobei ist das Konzept in der Ostukraine offenbar ein sehr ähnliches. Vertreiben (ca. 1 Million Menschen sind nach Russland geflüchtet – das stört aber den Westen so gar nicht) dann „befreien“ und dann besiedeln. So einfach geht das. Österreichische Politiker von der FPÖ bekamen früher für den Begriff „Umvolkung“ fast eine Wiederbetätigungsklage. Die Amerikaner tun sowas auch sicher nicht. Die foltern auch nicht, die führen auch keine gezielten Tötungen durch (wobei die Zielgenauigkeit bei der Menge an „zivilen“ (?) Opfern fast von einer ungezielten Tötung zeugen würden) Ist doch auch egal. Hauptsache wir glaube unsern und deren Schmäh. Blöd wird nur, wenn unsere Enkerln uns mal fragen werden – und wo warst du? Das kannst du keinen erzählen, dass du nichts davon gewusst hast! Warum hast du nichts dagegen getan?! Aber wir lernen ja aus der Vergangenheit um in den gegenwärtigen Herausforderungen wahrscheinlich mindestens ebenso kläglich zu scheitern wie unsere Vorfahren. Wobei momentan müsste man eher die Erfahrungen aus dem 30jährigen Krieg heranziehen – wie sich so Religionskriege auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken. Sanktionen gegen die ungläubigen Ungläubigen. Das führt sicher zum Frieden. Requiescat in Pace.

Dienstag, 10. März 2015

Wacht auf!

Europa`s Schnarchnasen beschäftigen sich noch immer mit der Biegung von Gurken anstatt, dass sie schleunigst sich einmal überlegen wie wohl ein Rechtsputsch in den USA aussehen würde und ob Europe weiterhin blindlings den Interessen von US-amerikanischen Republikanischen Garden folgen. Diese haben es wieder geschafft ihren Einfluss so wie in der Bush-Ära über alle Funktionen der faktischen Macht auszudehnen und schrecken nicht einmal davor zurück den US-Präsidenten in aller Öffentlichkeit abzumontieren wo es nur geht. Wer ist an der Macht in den USA?

Da bereiten diese Gruppen einen kleinen Privatfeldzug gegen Russland auf europäischen Boden in Staaten der EU und der NATO vor und die Europäer kacken sich noch immer vor den Auswirkungen ebendieser US-Kanonenbootpolitik im Irak, Syrien, Ägypten, Iran und Lybien (und Türkei) an, dass sie kaum mehr zu sehen sind. Die Amis spielen auf der Europa-Orgel den Europäern derart den Marsch, dass jeder Hütchenspieler dagegen in Zeitlupe agiert. Bilateral, in den EU-Gremien und in der NATO-Führung spielen sie alle solange gegeneinander aus, bis sie schwindlig das machen was die Amis wollen. Und die wollen partout einen Krieg mit Russland führen. Das ist schon lange zu erkennen gewesen, als Amerika schon Sanktionen gegen die Russen einführten, wo sie bei uns noch Teil Europas sein durften. Einzig der Herr Junker versucht sich noch zu wehren. Die Franzosen und Deutschen haben ja unerlaubter Weise einen vollkommen ungewollten Friedensprozess in der Ukraine gestartet – schon allein an der unbändigen Geschwindigkeit wie hier OECD-Kontrolleure in die Pufferzone vordringen sieht man, dass der Westen (also DER Westen = DIE USA) etwas anderes dort vorhaben. Defensive Waffen für den so herbeigesehnten Angriff der Russen. Und im Baltikum müssen die USA auch einmarschieren mit hunderten Panzerfahrzeugen und -wagen, weil ja Putin bekannter Weise direkt davor steht das Baltikum zu überfallen und sich die Balten ja nicht wehren können – was ist das für eine grenzenloser Schwachsinn der hier den Menschen eingebleut wird? Sind die Balten nicht Teil des NATO-Verbandes und wissen die Russen nicht seit spätestens dem kalten Krieg, dass die NATO ein Pakt ist, wo sich die einzelnen Mitgliedsländer zur gegenseitigen Unterstützung im Angriffsfall verpflichtet haben? Vertrauen die USA jetzt gar dem Mechanismus der NATO nicht mehr oder wollen sie endlich Truppen direkt an der russischen Grenze stationieren? Dürfen da zwei europäische Regierungschefinnen (Sorry Mr. Hollande) einfach einen Privatfrieden verhandeln – wohin mit den ganzen Waffen und der Mobilmachung in der Ukraine. Die Ukrainer lernen es jetzt in der Schnellversion, dass wie man im Westen an Lobbies und Partikularinteressen verraten und verkauft wird. Jetzt braucht es auch keine Korruption mehr in der Ukraine, da eh die wichtigsten Posten von naturalisierten Amis besetzt sind. Dafür sind sicher die Menschen am Maidan und in Odessa gerne gestorben, dass die Nazis (altdeutsch für Republikaner und Teaparty) die Slaven aufmischen. Im arabischen Raum haben sie ja ihr Gespür für zivilisatorische Brandrodung bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

Es ist fast schon schmerzhaft peinlich wie diese, offenbar degenerierten Europäer hier in Zweierreihe mitspazieren – oder vielleicht besser wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Diese Friedensprojekt EU entpuppt sich zunehmend als Schönwetterverein für Frühstücksdirektoren. Hier sieht man keinen Willen sich zu behaupten. Auf der einen Seite scheitert man gerade an der Doppelmühle der US-Ratingargenturen in Kombination mit den Turbo-Kapital-Durchlauferhitzern, die allein von der immer schnelleren Umschlagszahl von vollkommen virtuellen gigantischen Geldmengen reale Umverteilung von Arbeit zu Großkapital betreiben. Auf der anderen Seite sind machen die US-Strategen im Osten die Kindergartentüre zu, damit keiner mit dem Straßenpöbel Putin spielt. Dann lassen die Amis die Volltrotteln noch diverse Verträge unterzeichnen, bei denen sie glauben sie bekommen irgendetwas geschenkt und überwachen sie noch, damit die Stimmung unter Kontrolle bleibt – und auch alle Entscheidungsträger – es soll da ja keiner aus der Reihe tanzen. Aber das ist eh so einfach in Europa – da kann man so leicht alle gegeneinander aufhetzen – das schaffen sogar die narzistischen Weltherrn und Weltmeister in allem und jedem. Alle gegen die Deutschen (und deutschsprechenden – Englisch ist sexy (MI-Sexy)) bei den Franzosen ihre Kolonialvergangenheit anzünden, den Briten als (EX) Weltmacht erklären, dass sie sich nicht dem Festlandgesindel abgeben sollen, im Osten die Russenressentiments locker von der Leine lassen und ein Nord- Süd-Ressourcenkampf geht sich ja fast in jedem Land aus. Schlaft ruhig weiter – zieht euch weiter die Ami-Patriotissmus-Propagandafilme bis zum Anschlag rein um nur ja nicht mit eurem Nachbarn euch zusammenzuschließen. Europa – das Problem ist nicht die angebliche Islamisierung – es ist die Selbstaufgabe der eigenen Kultur und Postition. Gute Nacht Europa.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Suspicious mind....

In times of war on terror you can only chose one side - the good one. The western and christian side. Otherwise you are fraternizing with the enemy.
--
Von Blogger am 7/09/2014 12:21:00 nachm. unter EinNetzen eingestellt

Mittwoch, 12. Februar 2014

Genmais 1507 als Vorgeschmack auf TIPP


Es gibt also keine qualifizierte Mehrheit die die Einführung des Genmaises 1507 verhindern könnte. 19 Länder dagegen und 4 dafür. Wird wohl auch ungefähr die Verteilung der Stimmung in der Bevölkerung widerspiegeln. So an die 80% dagegen ist offenbar nicht genug, dass man sich gegen den Einführungswunsch der Firma Pioneer stellen kann. Die Kommission sieht sich sogar gezwungen den Genmais freizugeben. Ganz ehrlich: Was ist das für ein Kasperltheater wo sich Kommissare (von niemanden gewählte Damen und Herren) gezwungen sehen, einem Wirtschaftskonzern zu entsprechen, obwohl die gewählten Vertreter und die Bevölkerung mehrheitlich dagegen sind?

Wenn die Kommission wirklich soviel Gespür für demokratisches Verhalten hat, wie sie anscheinend hat, dann wird das mit Europa weiter den Bach hinunter gehen. Eine zentrale Ermächtigungsanstalt für Wirtschaftsinteressen die vorher die Kommissare und Repräsentanten ordentlich mit Mule Frittes angefüttert haben braucht kein Mensch. Das hat mit einer Idee von Europa nichts aber schon gar nichts zu tun. Und genau diese Kräfte packeln sich schon hinter verschlossenen Türen den nächsten Coup aus. Wenn dann endlich TIPP freigeschaltet ist, dann können die guten Repräsentanten und das Wahlvolk überhaupt den Mund halten und werden gar nicht mehr gefragt, da sie sonst von den Konzernen verklagt werden können. Das Recht ein Produkt einzuführen auch gegen den Willen aller, weil man hat ja einen Businessplan und wo kommt man da hin, wenn da manche dem Businessplan nicht folgen wollen. Wie man Vertriebskonzepte aufsetzt um Produkte in einen Markt hineinzudrücken, die man dann gar nicht auf der Verpackung ausweisen muss, dafür haben diese Konzerne dann schon die monetäre Kraft und gut gefüllte Kriegskassen.

Nur weiter so Freunde des europäischen Glaspalastes, nur weiter vollkommen von den Menschen abgehoben agieren! So kann man eine gute Idee und eine tolle Vision auch in die Fänge der Populisten treiben, die genüsslich nur noch mit dem Finger auf diesen eigenartigen Zirkel von ernannten Personen zeigen müssen, die anscheinend absolut jede Bodenhaftung verloren haben. Offenbar sind das stumpfsinnige 5-Jahresplan-Kommissare die ohne jedes politische Gespür leider das abgekartete Spiel der Konzerne spielen müssen. Sorry, diese Damen und Herren steigen noch einmal aufs Gas, damit der EU-Karren auch wirklich ordentlich gegen die Wand fährt.

Herr Tonio Borg – wer kann Sie dazu zwingen ein Produkt zuzulassen, dass niemand will. Abgesehen davon, dass es nur die Umsätze von Pioneer bei der Überproduktion von Mais erhöht, die dann wieder hochsubventioniert in fernen Ländern verkauft, den dortigen Maisbauern den Preis ruinieren und die Existenz nehmen. Was ist das für ein System, dass Sie dazu zwingt etwas zuzulassen, dass einen einzigen Vorteil hat – mehr Geld für Pioneer. Dafür spielen Sie den Populisten alle Trümpfe zu. Was haben Sie davon? Ist das ein Hobby von ernannten Kommissaren exakt die Kritikpunkte der EU-Gegner immer wieder zu bestätigen? Die werden wieder einmal jubilieren – und genau denen, die das Gefühl haben nicht von der EU zu profitieren Ihren Zwang sich um die rasche Ermöglichung der Profite von Pioneer zu kümmern, darlegen.

Ist Genmais und seine finanzkräftige Lobby wirklich wichtiger als Europa? Es ist ja fast wie das kindliche Trauma – Kind: ich will meinen Genmais nicht essen! - VaterIn: Du isst was auf den Tisch kommt und wenn du bis morgen sitzt! - nur diese Kinder werden demnächst wählen – zwar nur das EU-Parlament und nicht die Kommissare aber immerhin recht(s) bald.

DI Mathias Gruböck Kerobokan, 12.02.2014
Unternehmens- und Organisationsberater

Freitag, 25. Oktober 2013

OPEL


Was hat Edward Snowden mit der Schließung von Opelwerken zu tun? Wahrscheinlich jede Menge. Das Setting in dem sich die OPEL AG befindet ist hinreichend international aufgesetzt um eine Wirtschaftstragödie daraus machen zu können. Analysieren wir einmal die Grundvoraussetzungen:

OPEL gehört General Motors, einer amerikanischen Firma, in einer Zeit in der sich die amerikanische Regierung die Rettung der schwer angeschlagenen amerikanischen Automobilindustrie auf die Fahnen geschrieben hat. Da wurde auch nicht davor zurückgeschreckt die, de facto bankrotten amerikanischen Firmen zu verstaatlichen, ganz gegen die sonst so laut propagierte Selbstreinigungskraft der Märkte. (Das immer nur wenn es die anderen betrifft)

Trotz aller Internationalisierung ist dann OPEL doch ein deutsches Unternehmen. Und wenn es eng wird haben wir gelernt, dass den Amerikanern das Hemd auch näher ist als der Rock. Dann gab es da noch einen kanadisch-österreichischen Unternehmer, der OPEL aus dem amerikanischen Kontext herauskaufen wollte, da er anscheinend ein Geschäft mit der Marke OPEL sah. Immerhin einer der weltweit größten Automobilzulieferer.

Und dann gab es da noch eine deutsche Regierung mit einer Kanzlerin Merkel. Die waren an der Erhaltung der Produktionsstandorte interessiert. Also: Übernahmeangebot, 2 Regierungen, ein Mutterkonzern in Amerika und eine Firmenzentrale in Rüsselsheim.

Und eine wichtige Nebenbedingung: Die Amerikaner/Engländer lauschen überall mit. Dem werten Publikum und Mitarbeitern der OPEL AG darf man da im Nachhinein allerlei Geschichten auftischen. „Die United States hören das Mobiltelefon der Kanzlerin Merkel nicht ab, auch nicht zukünftig“. Erstens, machen das nie offizielle Stellen, sondern privatwirtschaftlich beauftragte Firmen im amerikanischen Ausland (zum Beispiel die Firma Academi mit ihrem Service „Total Intelligence Solutions“) und zweitens sind das dann nicht nur Telefonate sondern ALLE Meetings und Gespräche wo das Mobiltelefon der Kanzlerin auch anwesend ist inklusive der genauen Ortsangaben, dazugehöriger E-Mailverkehr und SMS über das Mobilteil). Der Herr Stronach, vormals Strohsack gab in einer seiner Wahlveranstaltungen für den österreichischen Nationalrat an, kein Problem damit zu haben überwacht zu werden, da er vollkommen transparent sei. Kann auch sein, wahrscheinlich hat er aber ein sehr großes Thema damit wenn seine Firmenchefs bei den Übernahmegesprächen und -planungen überwacht werden und amerikanische Regierungsmitarbeiter, die den Auftrag haben die amerikanische Autoindustrie zu schützen, live mithören.

Jetzt war und kann es nie im Interesse von GM gewesen sein durch den Verkauf von OPEL sich einen weiteren Konkurrenten auf dem internationalen Markt zu schaffen. OPEL ist innerhalb des GM-Konzernes viel leichter auf Märkte beschränkbar, in denen sie der GM-Produktpalette keine Konkurrenz machen. So kann GM OPEL ganz einfach verbieten auf den boomenden asiatischen Märkten aktiv zu werden und ihnen anschaffen ihre Produktionen in Deutschland zu schließen.

Aber das haben die Amerikaner sicher nicht so gemacht – die haben sicherlich nur alle abgehört weil sie sich bedroht fühlen von Bergbauern im Hindokusch. Sonst spielen sie sicherlich mit offen Karten und halten sich an die Regeln der freien Marktwirtschaft, die sie ja allen sooo gerne auferlegen, die wirtschaftlich schwächer sind als sie. Weil eine der Regeln ja ist, dass der Große den Kleinen frisst. Und solange die Amerikaner die Größten sind gelten die Regeln der freien Marktwirtschaft. Wenn sie sich nicht ganz sicher sind hören sie halt ab, damit sie auch die Größten bleiben. So kann man auch ganz locker ein Freihandelsabkommen mit Europa abschließen, weil wo es gefährlich wird, hat man ja noch Mittel und Wege um diese Gefahren zu unterbinden.

Nicht die Nummer eins zu sein erschreckt die Amerikaner. Jede sportliche und sonstige Tätigkeit in Amerika wird ja auch gleich als Weltmeisterschaft bezeichnet. Wenn man erschrickt hat man Angst. Auch Verlustängste sind Ängste. Angst/Schrecken heißt auf Latein Terror. Jemand der die Amerikaner erschreckt nicht mehr Nummer eins zu sein ist also ein Terrorist und muss froh sein wenn er nur abgehört wird.

DI Mathias Gruböck                                                                              Seminyak, 25.10.2013
Unternehmens- und Organisationsberater

Montag, 28. Mai 2012

Betreff: An den Vorsitzenden des Blasmusik-Kreisverbands Pforzheim

Betreff: An den Vorsitzenden des Blasmusik-Kreisverbands Pforzheim, sehr geehrter
Herr Wirtschaftsberater Krichbaum!
Von: MG <m.gruboeck@gmx.at>
Datum: 28.05.12 10:32
An: gunther.krichbaum@bundestag.de

In einem österreichischen online-Medium werden Sie zitiert, dass Sie über eine politisch-lyrische Aussage eines 84 jährigen Nobelpreisträgers gemeint hätten: ,,Insgesamt sollte man Günter Grass nicht mehr ganz so ernst nehmen'', sagte etwa der Vorsitzende des Europaausschusses im deutschen Bundestag, Gunther Krichbaum, am Samstag im Deutschlandradio Kultur.

Muss man dieses Zitat von Ihnen ernst nehmen? Wie ich sehe haben Sie ihr Abitur am Solitude-Gymnasium gemacht. (griechische Erfindung) Dort haben Sie sicherlich auch Literaturbesprechungen erlebt. Zauberlehrling, die Glocke, all die Gedichte die man sich mühevoll erschließen konnte oder musste. Oder sie eben als Schwachsinn bezeichnen. Zu Ihrer Jugendzeit konnte man sich ja auch eher Nena oder Modern Talking-Texten widmen.

Nur eines habe ich im Gymnasium auch gelernt - Humanismus (auch sehr starke griechische Wurzeln) und, worin wir besonders ausgebildet wurden: die freie Rede. Dazu gehört simultan, die Meinung des anderen gelten zu lassen (und damit seine Person).

Entschuldigen Sie, vielleicht wurde Ihr Zitat aus dem Zusammenhang gerissen, oder Sie hatten nicht die Zeit das Grass-Gedicht in Ruhe zu lesen, aber vielleicht können Sie versuchen eine inhaltliche Replik nicht durch persönlich diskreditierende Aussagen zu entwerten. In unserer Twitter-Schnellreaktions-Gesellschaft maßen sich viele Wertungen über andere an, nur weil sie Zugriff zum Internet haben und anonymisiert Dinge von sich geben können.

Man muss keinen Menschen entmündigen um über Fragen und Eindrücke die er in Gedichtform aufwirft nachzudenken. Es gibt keine blöden Fragen es gibt nur blöde Antworten.

DI Mathias Gruböck, Baden Österreich

In Memoriam Günther Grass