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Samstag, 18. April 2015

Betreff: Zum Artikel von Herrn Urschütz vom 19.12.2012


Von: MG <m.gruboeck@gmx.at>
Datum: 19.12.12 18:03
An: leserbriefe@diepresse.com

Die Justiz hat schon ein besonderes Gespür für Timing. Da wird die gesamte vorher gekaufte mediale
Macht eingesetzt um die Genossen, die so gerne va banque mit der Bank spielen und es erregend finden 2 x 600 000 000.- Euro angeblich auf eine Karte von angeblich einem Broker mit angeblich unbekannten Gegenspieler (= Geldempfänger) zu setzen, herauszupauken. Da werden ehemalige Richterinnen ungestraft Ärgeres denn als „Kröte“ bezeichnet weil sie die honorigen Herrn zuvor schuldig gesprochen hatte. Keiner war plötzlich dabei – keiner hat was gesehen, keiner hat was getan und alle heißen Hase.
Ob das genau so in den Zielvereinbarungen für deren frühere Millionen-Boni gestanden ist, ist fraglich. Und schuldhaft – welcher Spielsüchtige der Haus und Hof verzockt hat, ist schon schuldig? Weil alle Spieler wollen doch gewinnen – also ist niemand schuldig der fremdes Geld zum Zwecke der Vermehrung verspielt. Wie steht es da mit der Referatsleiterin aus Salzburg? Die wollte sicher auch nicht vorsätzlich 350 000 000.- Euro in irgendeinen fremden Steueroasensand setzen. Warum trat der sympathische Finanzlandesrat Brenner denn zurück? Ist der verrückt? Er wollte sicher nicht vorsätzlich Steuermillionen anzünden.
Schwenk zur dunklen Seite der Staatsrechtssprechung: Der Herr Scheuch wird zu 7 Monaten und 70.000.- Euro verdonnert. Der wollte auch nur Investitionen ins Land locken und eine Provision für die Förderungsleistungen seiner Partei bekommen. Also nach dem Gesetz ist er natürlich schuldig. Er hat eine Million für sich oder seine Partei gefordert. Und er ist von der falschen Partei. Der Herr Faymann hat für sich oder seine Medien-Partei-Freunde auch Millionen gefordert – nein, er hat sie sich einfach genommen. Aber er ist bei der richtigen Partei und sagt auch nicht Kröte zu Richtern sondern zeigt Untersuchungsausschüssen nur spöttisch lächelnd den Stinkefinger. Auf dem Seismographen der Neutralität und Objektivität der Justiz kommt es zu immer heftigeren Ausschlägen. Staatsanwaltschaften als verlängerte Werkbank von parteilichen Spinndoktorspielen mit allen Raffinessen der österreichischen Obrigkeitsbeamtenkultur. Richter – bis hin zu Verfassungsrichtern, die sich offenbar auch gerne durch angesagte Mainstreemmeinungen beeinflussen lassen oder gleich die heisse Kartoffel an den EUGH weiterspielen. Ein Trauerspiel wenn man hinter die selbstgefällige Maske schaut – eine Kultur am Ende ihres Wirkens. 70 Jahre lang hatten Rot und Schwarz alles in der Hand – ALLES! Leider zeigen sich beim Verlieren die wahren Geister so mancher Wir-haben-uns-das-Land-aufgeteilt-Gläubiger.
Das wird jetzt sehr grauslich werden.

Geschrieben am 19.12.2012, soll das Mail als Erinnerung dazu dienen wie hochdynamisch sich die Dinge in Österreich verändern. Strukturreformen und Verwaltungsreformen sind ja nur Dinge die man den Griechen vorwerfen kann unterlassen zu haben. Auch dort haben politische Lobbys immer nur so weitergemacht wie sie es für sich am Besten hielten. Natürlich ist dann, wenn die Rechnung nicht mehr gezahlt werden kann, die Faulheit der Griechen daran Schuld. Wir arbeiten ja alle so brav und hart - ob der eine schon am Dienstag zu Mittag fertig ist oder die anderen offenbar für 20 Nettostunden mit 3 Monaten Zeitausgleich/Urlaub pro Jahr noch eine Erschwerniszulage benötigen und fast 90% Schwarzarbeit vollkommen OK finden. Austeritätspolitik - das klingt fast wie eine Krankheit, wenn man das Geld nicht weiterhin rausblasen will, bevor man es überhaupt hat. Hat schon jemand ausgerechnet wieviele Milliarden Euro die Europäer aktuell und in nachfolgenden Generationen an die "Fonds" oder "Investoren" (früher sagte man auch gerne Profiteure) vom BIP zahlen müssen. 

Ursprünglich war das Konzept der Staatsverschuldung mit generationsübergreifenden Nutzungswerten argumentiert worden. Neuverschuldung für gegenwärtige Transferzahlungen in vollkommen ineffektive Systeme und platzende Blasen ist finanzieller Selbstmord (zumindest unserer Nachfahren - ein Generationenenvertrag gilt hoffentlich in beide Richtungen?) 
Wir liefern uns und unsere Kinder immer mächtiger werdenenden monetären Konglomeraten aus, die die wirkliche Macht auf dieser Welt darstellen. 2008 ist der Kapitalismus zu Grunde gegangen, da die Selbstreinigung des Marktes mit dem Credo "To big to fail" beseitigt wurde. Seit dem geht das Gerangel wer aller "To small to survive" ist. Alle die ihre Schulden (eigentlich sind es ja sogar schon die Zinsen allein) nicht mehr zahlen können, werden gepfändet. Das kann man an Griechenland und noch schöner an Argentinien sehen. Wenn es offenbar Konsens aller ist, dass eine Bank "To big to fail" sein kann, aber ein 11 Millionen-Kulturvolk locker krachen gehen kann, dann ist wohl alles klar. Banken-Bashing war kurz und von gestern - alle haben die Spekulationsverluste der Banken solidarisch aufgefangen - durch primitivste und dümmste Nationalsippenhaftung können speziell diejenigen die bei uns in diversen athrotischen Glashäusern sitzen die Griechen als Gemeinschaft einfach sterben lassen. In der Ukraine verteidigen wir mit ultra Nationalgardisten und rechten Sektor die westlichen Werte wie es die USA gerne in der Ukraine hätten. In Griechenland verteidigen wir Europa derart solidarisch, dass jeder Plünderertrupp gemeinschaftlicher agiert. 

DI Mathias Gruböck

Donnerstag, 19. März 2015

Sanktionen gegen ?


Neues Gesetz zu Sonderstatus der Ostukraine

Der Minsker Friedensprozess geriet zuletzt wegen eines umstrittenen ukrainischen Gesetzes über den Sonderstatus des Konfliktgebiets Donbass ins Stocken. Das Parlament in Kiew hatte die von Separatisten beherrschten Gebiete als „besetzt“ eingestuft.
Beobachter erwarten deshalb, dass das ukrainische Militär die Regionen Lugansk und Donezk nun erst „befreien“ will. Dann sollten laut dem neuen Gesetz zuerst Wahlen abgehalten und zuletzt der Status mit Sonderrechten für den Donbass umgesetzt werden. Die Separatisten und Russland sehen darin einen Verstoß gegen den Friedensplan. (http://orf.at/#/stories/2269723/)
Und die Amis liefern Waffen – und bilden fleißig ihre neugewonnenen Waffenbrüder aus. In Europa, damit wir auch ordentlich sicher sind. Die Weltbank wirft den Ukrainern für ihre „Abschottungspolitik“ gegen alles russische das Geld nach, dass die Griechen vor Neid erblassen. 50 Milliarden Dollar da, unter der Auflage dass man was gegen Korruption macht und weiter die Ostukraine von den Russen befreit. Dass da vorher überwiegend Russen lebten schert keinen. Das ist die Strategie vom guten alten Adolf – neuen Lebensraum im Osten zu erschließen. Offenbar haben die Amis zuwenig CEO Posten zu Hause, so müssen sie jetzt ihre strategischen Speerspitzen in den Osten schicken – eben als naturalisierte Ukrainer. Und die Europäer plappern noch immer die Geschichte vom Expansionismus des Herrn Putin nach. Wie die kleinen Kinder glauben sie jede Gutenachtgeschichte der Amis. Die wollen doch nur „ihr“ Land von den Russen befreien. Da gibt es sogar welche die haben auch einen russischen Pass – stell dir vor? Jeder der in der Ukraine an die 50 Jahre alt ist hat in der Sowjetarmee gedient – ha – die bösen Russen gehören einfach weiter sanktioniert, damit wir für alle ein ordentliches Wirtschaftsminus zusammenbekommen. Also die Euroasier – die Amis spielen weiter ihr Spiel mit ihrem virtuellen Geld die Welt zu kaufen. Zu viel imaginäres Geld und zu wenig Arbeit für alle – das ist eine Mischung aus der nur eines folgt: Krieg. Und klarer Weise findet der Krieg dort statt wo es den Amis am wenigsten weh tut – in Osteuropa, die wollen ja angeblich alle, dass die Amis endlich die Russen aus Europa raustreiben.

Es ist unglaublich wie zwei Dinge den Mainstream-aufgeregten gar nicht auffallen: Mit unseren Religionsgesetzten und Muslim-Terror-Spezialregelungen kommen wir schon wieder sehr nahe an die Rassengesetze von anno dazumal – und, wie kriegsgeil alle auf die Russen eindreschen, als ob es nichts schlaueres gäbe als Russland, neben den arabischen Staaten, dem Iran und der Türkei möglichst so zu verdreschen, dass dort nichts mehr auch nur im Ansatz rechtstaatlich oder gar demokratisch funktioniert. Venezuela ist da ein Superbeispiel – da wollen die Amis auch wieder einmal eine Regierung weghaben, die ihre Ölmultis rausgeworfen haben. Sanktionen. Die Russen unter Putin haben den Gleiche Frevel begangen. Sanktionen. Die Iraner. Ebenso. Sanktionen.

Mich würde einmal interessieren ob in den durch Israel annektierten Gebieten wenigstens eine Volksbefragung durchgeführt wird? Also in der Krim ist das ja vollkommen völkerrechtswidrig und vom Westen nicht anerkannt. Wie wärs mal mit einer Volksbefragung in Ostjerusalem über die Annektion durch Israel – oder im Westjordanland oder am Golan? Kann man natürlich darüber diskutieren ob hier sogenannte „Siedler“ (beim Adolf hießen die Umsiedler) hier wahlberechtigt sind und wenn ja, ob man die Vertriebenen und Flüchtlinge in den angrenzenden Staaten dann auch mitabstimmen lassen müsste. Wobei ist das Konzept in der Ostukraine offenbar ein sehr ähnliches. Vertreiben (ca. 1 Million Menschen sind nach Russland geflüchtet – das stört aber den Westen so gar nicht) dann „befreien“ und dann besiedeln. So einfach geht das. Österreichische Politiker von der FPÖ bekamen früher für den Begriff „Umvolkung“ fast eine Wiederbetätigungsklage. Die Amerikaner tun sowas auch sicher nicht. Die foltern auch nicht, die führen auch keine gezielten Tötungen durch (wobei die Zielgenauigkeit bei der Menge an „zivilen“ (?) Opfern fast von einer ungezielten Tötung zeugen würden) Ist doch auch egal. Hauptsache wir glaube unsern und deren Schmäh. Blöd wird nur, wenn unsere Enkerln uns mal fragen werden – und wo warst du? Das kannst du keinen erzählen, dass du nichts davon gewusst hast! Warum hast du nichts dagegen getan?! Aber wir lernen ja aus der Vergangenheit um in den gegenwärtigen Herausforderungen wahrscheinlich mindestens ebenso kläglich zu scheitern wie unsere Vorfahren. Wobei momentan müsste man eher die Erfahrungen aus dem 30jährigen Krieg heranziehen – wie sich so Religionskriege auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken. Sanktionen gegen die ungläubigen Ungläubigen. Das führt sicher zum Frieden. Requiescat in Pace.

Dienstag, 10. März 2015

Wacht auf!

Europa`s Schnarchnasen beschäftigen sich noch immer mit der Biegung von Gurken anstatt, dass sie schleunigst sich einmal überlegen wie wohl ein Rechtsputsch in den USA aussehen würde und ob Europe weiterhin blindlings den Interessen von US-amerikanischen Republikanischen Garden folgen. Diese haben es wieder geschafft ihren Einfluss so wie in der Bush-Ära über alle Funktionen der faktischen Macht auszudehnen und schrecken nicht einmal davor zurück den US-Präsidenten in aller Öffentlichkeit abzumontieren wo es nur geht. Wer ist an der Macht in den USA?

Da bereiten diese Gruppen einen kleinen Privatfeldzug gegen Russland auf europäischen Boden in Staaten der EU und der NATO vor und die Europäer kacken sich noch immer vor den Auswirkungen ebendieser US-Kanonenbootpolitik im Irak, Syrien, Ägypten, Iran und Lybien (und Türkei) an, dass sie kaum mehr zu sehen sind. Die Amis spielen auf der Europa-Orgel den Europäern derart den Marsch, dass jeder Hütchenspieler dagegen in Zeitlupe agiert. Bilateral, in den EU-Gremien und in der NATO-Führung spielen sie alle solange gegeneinander aus, bis sie schwindlig das machen was die Amis wollen. Und die wollen partout einen Krieg mit Russland führen. Das ist schon lange zu erkennen gewesen, als Amerika schon Sanktionen gegen die Russen einführten, wo sie bei uns noch Teil Europas sein durften. Einzig der Herr Junker versucht sich noch zu wehren. Die Franzosen und Deutschen haben ja unerlaubter Weise einen vollkommen ungewollten Friedensprozess in der Ukraine gestartet – schon allein an der unbändigen Geschwindigkeit wie hier OECD-Kontrolleure in die Pufferzone vordringen sieht man, dass der Westen (also DER Westen = DIE USA) etwas anderes dort vorhaben. Defensive Waffen für den so herbeigesehnten Angriff der Russen. Und im Baltikum müssen die USA auch einmarschieren mit hunderten Panzerfahrzeugen und -wagen, weil ja Putin bekannter Weise direkt davor steht das Baltikum zu überfallen und sich die Balten ja nicht wehren können – was ist das für eine grenzenloser Schwachsinn der hier den Menschen eingebleut wird? Sind die Balten nicht Teil des NATO-Verbandes und wissen die Russen nicht seit spätestens dem kalten Krieg, dass die NATO ein Pakt ist, wo sich die einzelnen Mitgliedsländer zur gegenseitigen Unterstützung im Angriffsfall verpflichtet haben? Vertrauen die USA jetzt gar dem Mechanismus der NATO nicht mehr oder wollen sie endlich Truppen direkt an der russischen Grenze stationieren? Dürfen da zwei europäische Regierungschefinnen (Sorry Mr. Hollande) einfach einen Privatfrieden verhandeln – wohin mit den ganzen Waffen und der Mobilmachung in der Ukraine. Die Ukrainer lernen es jetzt in der Schnellversion, dass wie man im Westen an Lobbies und Partikularinteressen verraten und verkauft wird. Jetzt braucht es auch keine Korruption mehr in der Ukraine, da eh die wichtigsten Posten von naturalisierten Amis besetzt sind. Dafür sind sicher die Menschen am Maidan und in Odessa gerne gestorben, dass die Nazis (altdeutsch für Republikaner und Teaparty) die Slaven aufmischen. Im arabischen Raum haben sie ja ihr Gespür für zivilisatorische Brandrodung bereits mehrfach unter Beweis gestellt.

Es ist fast schon schmerzhaft peinlich wie diese, offenbar degenerierten Europäer hier in Zweierreihe mitspazieren – oder vielleicht besser wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen. Diese Friedensprojekt EU entpuppt sich zunehmend als Schönwetterverein für Frühstücksdirektoren. Hier sieht man keinen Willen sich zu behaupten. Auf der einen Seite scheitert man gerade an der Doppelmühle der US-Ratingargenturen in Kombination mit den Turbo-Kapital-Durchlauferhitzern, die allein von der immer schnelleren Umschlagszahl von vollkommen virtuellen gigantischen Geldmengen reale Umverteilung von Arbeit zu Großkapital betreiben. Auf der anderen Seite sind machen die US-Strategen im Osten die Kindergartentüre zu, damit keiner mit dem Straßenpöbel Putin spielt. Dann lassen die Amis die Volltrotteln noch diverse Verträge unterzeichnen, bei denen sie glauben sie bekommen irgendetwas geschenkt und überwachen sie noch, damit die Stimmung unter Kontrolle bleibt – und auch alle Entscheidungsträger – es soll da ja keiner aus der Reihe tanzen. Aber das ist eh so einfach in Europa – da kann man so leicht alle gegeneinander aufhetzen – das schaffen sogar die narzistischen Weltherrn und Weltmeister in allem und jedem. Alle gegen die Deutschen (und deutschsprechenden – Englisch ist sexy (MI-Sexy)) bei den Franzosen ihre Kolonialvergangenheit anzünden, den Briten als (EX) Weltmacht erklären, dass sie sich nicht dem Festlandgesindel abgeben sollen, im Osten die Russenressentiments locker von der Leine lassen und ein Nord- Süd-Ressourcenkampf geht sich ja fast in jedem Land aus. Schlaft ruhig weiter – zieht euch weiter die Ami-Patriotissmus-Propagandafilme bis zum Anschlag rein um nur ja nicht mit eurem Nachbarn euch zusammenzuschließen. Europa – das Problem ist nicht die angebliche Islamisierung – es ist die Selbstaufgabe der eigenen Kultur und Postition. Gute Nacht Europa.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Neutralität in den Zeiten des Ukrainekrieges

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Dr. Fischer

vor einiger Zeit habe ich mir schon erlaubt, bei Ihnen zum Thema Ukrainekonflikt vorstellig zu werden. Mittlerweile ist dieser Konflikt zu einem Krieg geworden, bei dem sich zumindest zwei ethnische Gruppen bekriegen. Schon aus den Balkankriegen gibt es hierbei klare Allianzmuster zu erkennen. Westlich alliierte Gruppen stellen hierbei die zu Unterstützenden dar (Kroatien, Slovenien, Bosnien, Kosovo) wo hingegen Aggressoren und Kriegshetzer immer nur von der anderen Seite her kommen (damals Serbien – also auch damals schon irgendwie Russland)

Der alte Spruch – zum Streiten gehören immer zwei – hilft auch in der großen Perspektive etwas den Kontext wieder zurecht zu rücken. Die vom Westen gebetsmühlenartig dargestellte Gut-Böse-Konstruktion, dass Russland an allem Schuld sei, kann einfach nicht richtig sein.

Umso mehr kann eine gesteigerte wirtschaftliche Schädigung und Repression gegen einen „Feind“ mit der Russland von der EU und vor allem der USA bedacht wird zu keiner friedlichen Lösung eines Konfliktes führen, an dem der Westen, bei etwas mehr Selbstkritik, durchaus auch seine Beiträge erkennen könnte. Vielmehr dürfte es sogar Lobbies im Westen geben, die, auf Grund der massiven Überschuldung der USA, einen Zufluss von frischem, realen Geld aus dem Osten durchaus etwas abgewinnen können. Hinzu kommt, dass mittlerweile die Gastransportnetze der Ukraine von „internationalen“ Investoren gekauft werden sollen. Damit gewinnen diese Gruppen den Einfluss darauf, wer in Europa von wem welches Gas kaufen kann/muss. Die russische Wirtschaft würde durch eine angestrebte „Ummarktung“ auf US-amerikanisches Fraking-Flüssiggas massiv geschädigt werden. Eine wirtschaftliche Spaltung Europas ist offenbar das Minimalziel dieser Strategien, wo aber offenkundig auch schon darüber nachgedacht wird, welche Mittelstrecken-Atomwaffenkapazitäten Russland zur Verfügung hätte.

Wirtschaftskriege haben in der Geschichte fast immer zu einem „echten“ Krieg geführt. Solange man Handel treibt, schießt man nicht aufeinander. Im Westen gibt es sehr starke Lobbies, die gerne eine Wirtschafts-NATO (TTIP) einführen und keinen Handel mit der RF treiben wollen. Dies sind zumeist die selben Kräfte, die in ihren vorgeblichen „Demokratisierungsuntestützungen“ oder "War on Terror" eine Vielzahl von Ländern in Schlachtfelder verwandelt haben. Versuche aus Herrn Putin so etwas wie einen „Reserve-Hitler“ zu propagieren zielen auf gut eingeübte Reflexe, um die eine parallele aktuelle kriegerische Handlung zu pardonieren oder zu unterstützen während man man ein 140 Millionen Volk zu sanktionieren beginnt.

Was kann man als Österreicher diesmal tun, damit wir nicht wieder „dabei waren“? Es gehört Mut dazu gegen die Mechanismen aufzutreten, die meist in Kriegen enden. Diese Strategien werden in einem massiven Krieg auf europäischen Boden enden, wenn niemand dagegen aufsteht. Ich kann Sie nur bitten, vielleicht finden Sie den Mut, gegen die Gruppen aufzustehen, die Kriege rechtfertigen und ihm den Weg ebnen. Ich möchte Europa nicht wieder geteilt sehen, weder durch revanchistische ukrainische „Übergangsregierungen“, die sogar zivile Flugzeuge abschießen würden, wenn sie annehmen würden, dass darin Herr Putin sitzt weil die Kalaschnikow nicht weit genug schießt, noch durch Banker-Gelddrucker-Spekulanten, die ihre aggressiven Ponzi-Spielereien auf Kosten der Schwellen- und Dritteweltländer mit frischem Geld versorgen müssen.

Widerstand wäre ein wichtiges Signal dafür, dass Österreich zumindest neutral ist. Die EU verkauft sich als großes europäisches Friedensprojekt. Frieden ist das Gegenteil der Unterstützung von Kriegstreibern!

Ein Zeichen des Friedens könnten Sie als Oberbefehlshaber des österreichischen Bundesheeres setzen und unsere Verfassungsgesetze schützen, indem Sie einen geheimen Datentransfer, der zu Aktivitäten benutzt wird die internationales Recht brechen,durch das österreichische Bundesheer an militärische Organisationen außereuropäischer Länder unterbinden.

Diese Datentransfers zerstören auch Leben österreichischer Staatsbürger. Das Bundesheer hat keinerlei Möglichkeiten oder Sicherheiten, dass die NSA die übertragenen Daten österreichischer Staatsbürger konform zur österreichischen Verfassung verwendet oder an andere Institutionen weiterleitet. Falls Sie keinen Einblick in die geheimen Vereinbarungen haben, dann könnten Sie dem Herrn Edward Snowden ein humanitäres Bleiberecht zuerkennen, damit er Ihnen im Detail die Datentransfers der diversen Abhörstationen in Österreich zur NSA/GCHQ erklärt. Und vielleicht können die verantwortlichen österreichischen Beamten Ihnen gegenüber auch die persönliche Verantwortung für jede Schädigung österreichischer Staatsbürger durch diese geheim weitergeleiteten Daten übernehmen, um diese einem rechtsstaatlichen Procedere zugänglich zu machen.

Können Sie, als Letztverantwortlicher des Bundesheeres Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass durch diese geheimen Datentransfers kein österreichischer Staatsbürger geschädigt wird?

Ich bitte Sie, meinen Kindern und Enkeln nicht wieder wie meine Großelterngeneration Antwort stehen zu müssen, warum ich nichts dagegen gemacht habe! Für Frieden und Verfassungsrechte!

DI Mathias Gruböck                                                                                                                                                                                                                                                                                         Baden, 30.07.2014

Unternehmens- und Organisationsberater
Am Flachhard 24
2500 Baden

Mittwoch, 2. Juli 2014

Geschäftsübernahme

Irgendwie wirkt die Übernahme der Ukraine durch den Westen wie ein unfriendly takeover der frühen 90er Jahre. Da wurden Führungskräfte, die zu sehr auf den eigenen Profit geschaut haben durch Führungskräfte ersetzt, die auch auf den Profit der neuen Besitzer schauen. Da wurden bewusst Teile der Firmen, die als nicht mehr gewinnbringend erachtet wurden abgespalten oder verramscht. Da wurden neue Finanzierungen eingesetzt um das Tafelsilber des Übernahmeobjektes ordentlich aufzupolieren. Am besten wenn gar noch die benachrangten Miteigentümer an den Investitionskosten beteiligt wurden um dann bei den Profitmargen von den Übernehmern ausgebootet zu werden.

Dieses Bild kann man gerne auf die Ukraine anwenden. Der Westen setzt hier seine althergebrachten Kolonialmethoden ein. Der Bevölkerung in den Heimatländern wird ein gutes Werk oder die Verteidigung von irgendeinem ganz wichtigen ideellen Gut versprochen um Gelder locker zu machen, die dann wieder die eigenen Auftragsbücher füllen. Speziell die Auftragsbücher der Waffen- und Energielobby. Man kann der "Übergangsregierug" der Ukraine alles mögliche vorwerfen, nur nicht, dass sie besonders ausgleichend zu wirken trachtet oder das Land unbedingt vor einem wirtschaftlichen Kollaps bewahren wollte. Eine besondere Kalmierung von wirtschaftlichen Problemstellungen kann man bei Investments in Bürgerkriege oder Dauerrevolutionsgebärden nicht wirklich finden. Hier wurden alle Techniken die der Westen und hier wiederum speziell die USA über die Jahre entwickelt haben (PsyOps, iPropaganda, Social Netcrowd manipulation usw.) erstmalig auf europäischem Gebiet eingesetzt. Der Herr Erdogan ist kein Retro-Maschinenstürmer wenn er Facebook oder Youtube verbieten lässt, sondern versucht nur die Technologiearme der iArmeen kurzfristig zu brechen. Das Pentagon forscht schon längst nicht nur mehr über virtuelle Drohnenkriege - nein es versucht die Mechanismen von guten alten Bot-Netzen mit den sozialen Verstärkungsmechanismen rückgekoppelter Social Media's zu kombinieren. Reale, remote induzierte "Zombie"-Armeen. Nicht Pussy-Riot sondern Shitstorm-Riots. Soziale Brandbeschleuniger in initiale Konflikte gefeuert. Alles wird medial dazu genutzt um die emotionalen Spannungen anzuheizen um gleichzeitig die eigenen Schieflagen zu überdecken oder in Vergessenheit geraten zu lassen. (Von der Aufklärung der dubiosen Schüsse auf beide Seiten im Maidankonflikt und den Odessa-Rechte-Horden-Gewerkschaftshausanzündern hört man gar nichts mehr - dafür werden die russischen Geheimtruppen in der Ostukraine bis zur Gehirnerweichung wiederholt - obwohl die seit Monaten noch niemand gesehen hat und witziger Weise die gefallenen Russen beim Begräbnis von Freunden und Familie begleitet werden)

Russland zeigt auch einfach zu wenig Deeskalation wenn eine, demokratisch seit Monaten nicht legitimierte Regierung wieder einmal eine ausgehandelte Deeskalation kippt. Wer hat diese Jazenjuk's und Timoschenkos da an die Macht geputscht? Also die Timoschenko war halt so blöd und hat sich einer Wahl gestellt. Wobei der Jazenjuk ist normaler Weise bei den Wählern noch unbeliebter als die Zöpfchenfee. Wichtig ist jetzt schon zum 2. Mal wenn Deutschland, Russland, Frankreich mit den lokalen Machthabern einen Deeskalationslösung zu finden drohen, sofort wieder zu den Waffen zu greifen. Gerüchtehalber ist ja Poroschenko schon damals am Maidan bei der Gruppe um Parubij in den Abstimmungsmeetings der US-Botschaft für die Renditenerzielung ihres 5 Milliarden Dollar Invests dabeigewesen, als dann die Profis mit den schwarzen länglichen Koffern ausschwärmten um dieser einschlafenden Bewegung etwas Zunder unterm Hintern zu machen. Jetzt ist es ja um vieles leichter, da man jetzt einfach wieder den "Auf die Russen schießen" - Button puschen muss, wenn sich diese Retro-Europäer anschicken eine Feuerpause mit OSZE und solchen vollkommen unnotwendigen Dingens zu vereinbaren. Dies sollen lieber zahlen für den "Ruhm der Ukraine" - vielleicht sollte sich die NDP auch diesem Logo der Swoboda-Partei anschließen. Ruhm und Heil - danke EU für dieses Friedensprojekt. Schon viel zu lange keine junge Generation mehr verheizt. Immer weiter die geostrategischen Interessen von anderen vertreten. Auf zu den Waffen Europäer - Russland greift das Friedenswerk Europa an - los, los an die Front, die Reihen fest geschlossen mit diesen aufrechten arischen Ukrainer, den Verteidigern des Abendlandes gegen den Russen! Endlich wieder Frontkameraden mit den rechten Freunden. Damit unsere Jugend nicht zu sehr verweichlicht. Reicht schon wenn sie in Frauenkleidern Sängerwettstreite gewinnen. Gebt Thommy Neuwirth endlich ein Sturmgewehr in die Hand, singen kann dann Concita Wurst in den Gefechtspausen. Vielleicht gibt es auch ein schickes Tarnfarbenoutfit für Concita Neuwirth speziell für die Swoboda-Partie. Wie dement ist dieser Westen/Europa - gedenkt 100 Jahre Ausbruch des ersten Weltkrieges und denkt nicht im Heute. Wenn ich mich zu klein, zu minderwertig, nicht in der Lage sehe im Haifischbecken mitzubestimmen, dann bitte, bitte liebe Europa-Verantwortlichen, geht zurück in eure Wahlkreise und werdet wieder Präsidentin des Kleingartenvereins. Das ist big business bei dem brutal gepokert wird. Die die weiter weg herkommen müssen dabei auf nichts Rücksicht nehmen als auf ihren Gewinn. Verlieren tun immer nur die lokalen Menschen - bei Geschäftsübernahmen waren es die Arbeiter und Angestellten, bei dieser abgewandelten Art der "Geschäftsübernahmen" sind es immer gleich die gesamten lokalen Bevölkerungen, die aufgerieben werden.

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Von Blogger am 7/02/2014 09:55:00 vorm. unter EinNetzen eingestellt

Montag, 30. Juni 2014

Das die dabei nicht rot werden

Jetzt ist es wieder einmal soweit - jetzt wird endlich wieder ein Ultimatum gesetzt. An Russland. Wegen der Ukraine. Ultimaten setzen doch sonst nur Erpresser und Entführer? Russland habe Gesetze gebrochen. Oh wie verdammnenswert - ja, sie haben sich die Krim unter der Zustimmung der dortingen Bevölkerung einverleibt - haben niemanden dabei getötet, haben niemanden dabei seines Landes beraubt, haben niemanden dabei seiner Minimalrechte beraubt, haben niemanden dabei ausradieren oder als Terroristen brandmarkt.

Demokratiepolitisch bastelt der Westen dafür in der Ukraine eine Stilblüte nach der anderen, nur um die strategischen Vorgaben der "wir haben 5 Milliarden Dollar da reingesteckt - jetzt haben wir das Sagen" abzustützen. Da gibt es eine Rada, die vor noch nicht allzulanger Zeit die falsche Wahl gemacht hat, dass Assoziierungsabkommen nicht zu beschließen. Natürlich wegen den bösen Russsen und dem bösen Janukowitsch und wegen der bösen Oligarchen. Im österreichischen Fernsehen heißt das dann: Janukowitsch hat das auf Geheiß aus dem autoritären Moskau verhindert. Wie locker hier mit demokratischen Wertungen umgegangen wird ist ja schon fast fahrlässig. Alle die anderer Meinung sind sind einfach faschistisch, autorirär. Kaum hat der Westen seinen Kandidaten durchgesetzt und ein paar unliebsame Oligarchen ausgeschaltet, schon funktioniert das demokratische Verständnis der Rada besser. Da muss man nur noch bei heiklen Abstimmungen die kommunistische Fraktion ausschließen und schon bekommt man alle Ergebnisse wie sie sein sollen. So muss Demokratie. Wenn dann die gleiche Parlaments-Rada, die zuvor dagegen war, weil Russland seinen so bösartigen Einfluss so erpresserisch eingesetzt haben soll, plötzlich für ein Assoziierungsabkommen stimmt, dann sicherlich nicht weil es einen, nennen wir ihn "westlich-nationalistischen Umschwung" unter Zuhilfenahme physischer Verhaltensbeschleuniger gegeben hat. Sobald die Rada also wieder richtig funktioniert und das macht was die 5-Milliarden Dollar Investoren beabsichtigen und endlich dieses Fuck-the-EU-Assi Abkommen abschließen ist alles in Ordnung. Was genau helfen einem Land angebliche Wirtschaftabkommen, wenn eine nationalistische, eingesetzte Übergangsregierung (die noch immer unlegitimiert regiert) einer ganzen (Schwerindustrie) Region den Vernichtungskampf ansagt. Die Strategie des Herrn Janukowitsch sowohl ein Assoziierungsabkommen mit der EU als auch eine Zollunion mit der RF anzustreben war da eindeutig viel intelligenter für eine geeinte Ukraine. Ging deswegen nicht weil das der Westen und vor allem der Kanonenbootkommisionspräsident Baroso untersagten. Entweder oder - ist ja bekanntlich immer ein super Ansatz für einen Kompromiss oder eine Brückenfunktion.

Die Strategie die Russland zu schwächen wo es nur geht und es überall hinauszuwerfen und diskreditiern ist ja nur zu offensichtlich. Da wird im Westen gefeixt, wenn man es schafft den Rubel zur Abwertung zu bringen - weil ja der Putin so böse ist und 144 Millionen Russen sich gerne in ein orthodox-kommu-faschistisches Eck stellen lassen. Da gibt es ein kleines Land am Mittelmeer, dass seit Jahrzehnten das Völkerrecht im Doppelpack und angesagt bricht und der Westen applaudiert noch dazu, oder muss einen doppelten Rittberger-Diplomatie-Knix machen wenn er zögernd die schlimmsten Verstöße gegen Genfer Konvention und das Völkerrecht moniert.
 
Da schicken die USA einfach Militär nach Lybien und entführen einen Verdächtigen aus dem Land. Stellen ihn vor ein US-Gericht. Aha. Niemand sagt was. Weil die dürfen das. Die dürfen auch im Irak mit Drohnen herumfliegen, nachdem sie dort dem Land ja auch so toll die Demokratie mittels Angriffskrieges gebracht haben. Die dürfen auch Ausbildner zu syrischen "illegalen Kämpfern" - Terroristen - Oppositionskräften schicken (immer abhängig von der Definition der G1 - G7). Aber für die Amis sind das alles eigentlich nur Indianer. Es gibt nur gute Indianer, wenn sie ihnen helfen die Spuren zu den bösen Indianern zu finden. Und in der Ost-Ukraine gibt es keinen guten Indianer. Deswegen läuft da auch keiner rot an - in den Indianerkriegen einfach ein No-Go.
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Von Blogger am 6/30/2014 12:55:00 vorm. unter EinNetzen eingestellt